Die Duisburger Initiativen und Beratungsstellen erinnern an die verstorbenen Drogengebrauchenden. Zum Anlass des Gedenktags wird der Suchthilfeverbund Duisburg e.V. gemeinsam mit der AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel e.V und JES NRW e.V. am Dienstag, den 21.07.2026 von 10:00 – 14:00 Uhr einen Informations- und Aufklärungsstand auf dem Rathausplatz Hamborn organisieren.
Der internationale „Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende“ wird seit 1998 begangen. Angehörige eines Verstorbenen haben ihn initiiert, um auf die Entstehung und die Folgen einer Drogenabhängigkeit sowie Konsumrisiken hinzuweisen. Seither finden bundesweit Aktionen zur Aufklärung und Information statt.
Neben dem Gedenken an die verstorbenen Drogengebrauchenden mit ihrer individuellen Lebensgeschichte, soll der internationale Gedenktag den Angehörigen Raum für Trauer geben, die Gesellschaft präventiv über die Gefahren von Drogenkonsum aufklären sowie über Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige informiert werden.
Der Tag ist wichtiger denn je. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen. Im Jahr 2025 sind 2.150 Menschen in Deutschland an den Folgen ihres Konsums verstorben. Die Zahl bleibt im Vergleich zu den Vorjahren auf hohem Niveau. Und: Die Dunkelziffer ist weit höher, wird allerdings statistisch nicht erfasst!
Seit mehr als 20 Jahren erinnert das Netzwerk „Sucht- & Aidshilfe“ in Duisburg an die Menschen, die an den Folgen des Drogenkonsums oder durch eine Überdosierung verstorben sind. Die AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel e.V, JES NRW e.V. und der Suchthilfeverbund Duisburg e.V leisten seit Jahren Aufklärung zu verantwortungsvollem Umgang bei Drogenkonsum und Sex zur Vermeidung von Infektionskrankheiten.
Das diesjährige Motto des Gedenktages VERÄNDERN, UM LEBEN ZU RETTEN! unterstreicht die Wichtigkeit der niedrigschwelligen präventiven Angebote der Duisburger Beratungs- und Hilfseinrichtungen: Streetwork, Ausgabe von Spritzen und Safer-Use-Produkten, Aufklärung und Prävention sowie die Begleitung der Menschen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
Diese Maßnahmen und die geplante Einrichtung des Drogenkonsumraums sind existenzielle Bausteine, um die Konsumrisiken der drogengebrauchenden Menschen zu reduzieren, Infektionen zu vermeiden und Überleben zu sichern.
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